Sommerkonzert 2009

Kirche St. Peter Zürich
Samstag, 27. Juni, 18.00 Uhr
Konzert mit Orgel von A bis Z: Paradies-Garten

«Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein, wie muss es da wohl klingen ...»

Der Garten Eden, das Paradies, der Gottesgarten – die Vielzahl unterschiedlicher Vorstellungen und Bilder von Ursprung und Ziel unseres Menschenlebens, die sich mit dem Doppel-Stichwort «Paradies-Garten» verbinden, hat Dichter und Komponistinnen immer wieder zur Gestaltung gereizt. Das locker gefügte Programm dieses Sommerkonzertes im Rahmen der «Konzerte mit Orgel von A bis Z» will dieser bunten Vielfalt nachlauschen.

Die Orgelwerke reichen von der bekannten «Primavera» aus Antonio Vivaldis «Jahreszeiten» über den «Chant des Fleurs» von Jean-Louis Florentz und den «Chant de Joie» von Jean Langlais bis zu Vertonungen der Antiphon «In Paradisum» aus der Begräbnis-Liturgie durch Théodore Dubois und Henry Mulet.

Unter den Vokalwerken nimmt die Liedkantate (für Soli, Chor, Orgel und Gemeinde) des Zürcher Pfarrers und begeisterten Kirchenchorleiters Theodor Goldschmid (1867–1945) am deutlichsten auf unser Programmthema Bezug: Sie folgt den 15 Strophen von Paul Gerhardts bekanntem Lied «Geh aus, mein Herz, und suche Freud» und leitet so von der liebevollen Schilderung irdischer Garten- und Sommerfreuden zur erwartungsfrohen Betrachtung paradiesischen Wohlklangs und Wohlseins (siehe die Kopfzeile oben!) – um dann aber bewusst auch die begrenzenden Bedingungen irdischer Vorläufigkeit anzunehmen.

Anders die A-cappella-Chöre der als Komponistin des 19. Jahrhunderts bedeutenden, aber lange Zeit verkannten Fanny Hensel-Mendelssohn (1805–1847) auf Texte zeitgenössischer Dichter: In romantischer Spannung (und Gebrochenheit) besingen sie die Lust am Gesang im Grünen oder das Rauschen der Bäume in nächtlicher Waldeseinsamkeit oder den Traum von Frühlingswonne mitten im Herbst. – Dass Fanny Hensel jener Auswahl solcher Chorlieder, die 1846 als ihr op. 3 gedruckt wurde, den Titel «Gartenlieder» gab, ist wohl weniger den Liedinhalten als dem Ort ihrer Erstaufführungen geschuldet: Sie erklangen nämlich unter Leitung der Komponistin bei Sonntags-Musiken im Saal des «Gartenhauses» an der Leipziger Strasse 3 in Berlin, das die Hensels bewohnten.

Noch einmal anders der thematische Bezug in Fanny Hensels Komposition «Zum Fest der heiligen Cäcilie», welche am 22. November 1833, dem Gedenktag für diese Märtyrerin und Patronin der (Kirchen-)Musiker, erstmals zur Aufführung kam: Dieses heitere, in nur zwei Tagen entworfene Werk (für Soli, Chor und Klavier) bedient sich des lateinischen liturgischen Textes für dieses Heiligenfest und kulminiert in einem strahlenden «Gloria in excelsis».

Mit dieser hellen «Himmelsmusik» schliesst nicht nur das diesjährige Sommerkonzert der Kantorei St. Peter, sondern auch das mittlerweile zwölfjährige Engagement ihres musikalischen Leiters. 

Konzert Informationen

Übersicht Repertoire

konzerte St. Peter

Kantorei

St. Peter Zürich
St.-Peter-Hofstatt 6
8001 Zürich

Situationsplan
(.pdf 360 kb)

Sitemap

Kirchgemeinde
St. Peter Zürich

Webdesign:Kreativ Team Trichtisal, Zürich